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Aktuelle Informationen zum Themenkreis Leukämie/ Knochenmark- bzw. Stammzellentransplantation/ Typisierungen

Auf dieser Unterseite möchte ich, in unregelmäßigen Abständen, Artikel zu og. Themen aus diversen Quellen wiederveröffentlichen.


 Leben retten --- Wie?


Leben retten --- Wie?

Auf meiner Linkseite ist, unter anderem, auch ein Link zur DKMS, der "Deutschen Knochenmarkspenderdatei" aufgeführt.
Die Zielsetzung der DKMS ist es, die heimtükische Krankheit "Leukämie" zu bekämpfen.

Leukämie ist die Diagnose für etwa 4000 Menschen jährlich in der Bundesrepublik Deutschland.
Etwa die Hälfte sind Kinder und Jugendliche. Leukämie verhindert die normale Funktion der weißen Blutkörperchen und führt, unbehandelt, unweigerlich zum Tod.
Wird die Krankheit früh genug entdeckt, so kann sie durch Chemo- und Strahlentherapie bekämpft werden. Die Menschen, die nicht dieses Glück haben, müssen auf eine Stammzelltransplantation hoffen.

Eine Knochnmarkspende trifft es eigentlich nicht genau. Es ist besser beschrieben, eine Blutstammzellspende. Es gibt zwei Methoden, Stammzellen zu gewinnen. Dazu komme ich noch später.

Zu einer Transplantation, auch zu einer Stammzelltransplantation gehören immer zwei Menschen:
Einmal der Empfänger und dann auch der Spender.

Ich möchte euch zum Überlegen anregen: Was kann ein Mensch einem anderen Menschen, als kostbarstes Geschenk, geben?
Das Leben!
Es gibt immer noch viele Leukämiekranke Menschen, denen nicht geholfen werden kann, weil es keinen passenden Spender gibt.  

Eine sehr wichtige Vorraussetzung für das Gelingen einer Stammzelltransplantation ist eine möglichst 100%ige Übereinstimmung der Gewebemerkmale von Spender und Empfänger.
Einigen Leukämiekranken kann durch eine Transplantation von nahen Verwandten geholfen werden (Familienspender).
Für alle anderen beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, rechtzeitig einen Spender zu finden (Fremdspender).
Die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen beginnt, denn die Wahrscheinlichkeit einen passenden Spender zu finden beträgt von 1:mehreren Tausend bis zu 1:mehreren Millionen.
Es ist also sehr sehr schwierig einen genau passenden Spender zu finden.

Hier kann jeder gesunde Mensch, im Alter zwischen 18 und 55 Jahren helfen!
Geht zur nächsten Typisierungsaktion der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei), die in eurer Nähe durchgeführt wird. Konkrete Termine aktueller Typisierungsaktionen gibt es auch auf der DKMS-Homepage www.dkms.de unter der Rubrik "Veranstaltungen".(Bitte ggf. den Hinweis auf meiner Linkseite beachten!)

Am Anfang steht erstmal eine kleine Spende von fünf Milliliter Blut - zur Aufnahme in die Datei. Zunächst werden in einem Speziallabor vier von sechs Gewebemerkmale bestimmt. Diese Daten werden in der DKMS gespeichert und anonymisiert an spendersuchende Einrichtungen, bundesweit und weltweit, weitergegeben. Stimmen die Gewebemerkmale eines registrierten Spenders mit denen eines Patienten überein, nimmt die DKMS Kontakt mit dem potentiellen Lebensspender auf.

Nachdem die Laboruntersuchungen des Blutes von Spender und Patient gezeigt haben, daß die Gewebemerkmale von beiden übereinstimmen, wird nochmals eine Bestätigungstypisierung (CT-Typisierung) durchgeführt. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem der potentielle Spender gefragt wird, ob er für den Patienten als Spender zur Verfügung stehen will.
Sagt er "Ja", so wird ein gründlicher Gesundheits-Check-Up durchgeführt. Etwa eine Woche vor der geplanten Transplantation beginnt für den Patienten die Vorbereitungsphase, in der sein krankes Knochenmark und somit auch sein Immunsystem zerstört wird. Ein Widerruf des Spenders während dieser Phase hätte den Tod des Patienten zur Folge.

Nun gibt es, ich hatte es gerade schon gesagt, zwei Möglichkeiten der Spende:
Einmal gibt es die klassische Knochenmarkentnahme, bei der Knochenmark, während eines kleinen Eingriffs, direkt aus dem Beckenkamm des Spenders entnommen werden.
Dann gibt es eine etwas neuere Methode, nämlich die "periphere Stammzellentnahme"..

Bei der Knochenmarkentnahme wird dem Spender unter Vollnarkose mit einer Puntionsnadel das Knochenmark aus dem hinteren Beckenknochen entnommen.
Es wird ca. 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch entnommen, daß sind ca. 5% des Gesamtvolumens. Die ganze Entnahme dauert ca. 60 Minuten. Die Einstiche, oder die kleinen Einschnitte verheilen innerhalb einer Woche. In der Regel wird der Spender einen Tag vor der Entnahme ins Krankenhaus aufgenommen. Zur Nachbeobachtung bleibt der Spender die folgende Nacht im Krankenhaus; üblicherweise kann er dann (am 3. Tag) nach Hause entlassen werden.

Die "periphere Stammzellentnahme" ist noch einfacher.
     Hier wird dem Spender (z.B. beim Hausarzt) an 5 Tagen ein hormonähnlicher Stoff unter die Haut gespritzt. Er nennt sich G-CSF und ist ursprünglich ein körpereigener Stoff, der neuerdings auch künstlich hergestellt und als Medikament verwendet wird. Dieser Stoff regt die Produktion von Stammzellen an Letztere werden dann ins zirkulierende Blut ausgeschwemmt.
     Am 5. Tag werden die Stammzellen in der Entnahmeklinik aus dem fließenden Blut des Spenders gesammelt. Das spezielle Verfahren heißt "Apherese": An beiden Armen werden venöse Zugänge gelegt. Aus dem einen Arm fließt das Blut in einen Zellseparator, wo die Stammzellen herausgefiltert werden. Der Rest des Blutes fließt dann über den anderen Arm zurück in den Körper. Maximal wird diese Prozedur an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt.

Zu diesem Thema gäbe es noch vieles zu schreiben, doch würde es den Rahmen dieser Webseite sprengen.
Wie oben schon angedeutet:
Über die Linkseite kommt man auf die offizielle Webseite der DKMS.

(Ich danke auf diesem Wege Fr. S. Mooren (Presseabt. der DKMS) für das fachliche redigieren des Textes.)


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